Habe Glauben! 

Hattest Du schon einmal eine Zeit, in der Du dich gefühlt hast, nicht genug Glauben für etwas zu haben? Ich schon!

Es gab viele Momente in meinem Leben in denen ich das Gefühl hatte nicht genug Glauben zu besitzen, um jenen Berg zu überwinden, diesen Arbeitsaufwand bewältigen zu können, diese schrecklichen Kopfschmerzen oder diese untragbare Krankheit überwinden zu können.

Gerade in diesem Augenblick, während ich hier schreibe, habe ich nicht genug Glauben diesen Blog mit genug Ideen füllen zu können.

Es ist gerade 1:30 Uhr in der Nacht und ich sitze hier und schreibe diesen Blogeintrag. Ich weiß, dass ich um 5.45 Uhr dieses Geräusch höre, welches wir alle lieben (im ironischen Sinne) – den Wecker!

Ich hatte viele Gespräche mit meinen Ärzten darüber, was der Grund für diese gelegentlichen schlaflosen Nächte sein könnte. Es gab keine Veränderung in meiner Ernährung, ich habe versucht so gesund wie möglich zu leben, aber es scheint trotzdem keinerlei Lösung für dieses Problem zu geben!

Nachdem ich einige Nachforschungen angestellt habe und mehrere andere Patienten befragt habe, bin ich mir ziemlich sicher, dass diese schlaflosen Nächte eine Nebenwirkung meiner Dialysebehandlung sein müssen. Ich verstehe die Situation, möchte sie aber nicht auf lange Sicht akzeptieren, da ich fest daran glaube in Zukunft besser zu schlafen! Auch wenn ich bis jetzt keine Lösung gefunden habe, habe ich doch gelernt, dass dies eine Situation ist, in der ich in meinem Glauben wachsen kann. Gerade in solchen Situationen, in denen wir nicht mehr weiter wissen, sind wir um so mehr auf Gott und seine Hilfe angewiesen! Abhängigkeit und Vertrauen auf ihn vergrößert unseren Glauben.

Ich weiß nicht mit was Du gerade kämpfst, aber ich glaube, wir kommen alle an einen Punkt, an dem wir nur noch auf Gott angewiesen sind und Ihm alles übergeben. Das nennt man Glauben!

In diesem Blogeintrag möchte ich drei Dinge mit euch teilen, um euren Glauben zu mobilisieren um an die Dinge glauben zu können, die Gott für euch innehat, auch wenn ihr sie noch nicht sehen könnt.

1. Richte Dein Verstand nach seinem Wort aus

Der kraftvollste Weg unseren Glauben zu stärken besteht darin, unseren Geist auf das Wort Gottes auszurichten. Es steckt so viel Kraft in seinem Wort zu meditieren und unseren Verstand dahingehend zu schulen. Den Geist mit Seinem Wort in Einklang zu bringen erfordert Disziplin und Ausdauer.

Genauso wie der Körper regelmäßiges Training und eine gesunde Ernährung braucht, um ihn fit zu halten, so müssen Verstand und Geist mit Gottes Wort trainiert und ernährt werden, wenn wir Wunder empfangen wollen.

Einige meiner Lieblingsverse in der Schrift stehen in Matthäus 18:19-20:

Aber auch das sage ich euch: Wenn zwei von euch hier auf der Erde meinen Vater im Himmel um etwas bitten wollen und sich darin einig sind, dann wird er es ihnen geben. Denn wo zwei oder drei in meinem Namen zusammenkommen, bin ich in ihrer Mitte.“ (Hoffnung für alle)

Ich glaube, dass die Beschreibung „zwei oder drei“ nicht unbedingt auf die Zahl der anwesenden Menschen hindeuten muss. Es kann sicherlich auch eine individuelle Handlung sein in der Du Deinen Körper, Seele und Geist, diese drei, nach dem Wort Gottes ausrichtest.

Je mehr wir unseren Körper, Verstand und den Geist mit dem Wort Gottes trainieren und so in Harmonie bringen, um so mehr wachsen wir in unserem Glauben. Je mehr wir das Wort Gottes in uns haben, um so mehr denken wir darüber nach was es sagt und um so mehr wird es Wirklichkeit!

2. Tue es trotzdem

Hattest Du jemals einen dieser Momente, in denen Du Sport machen wolltest oder irgendetwas sehr wichtiges erledigen wolltest, dann aber keine Lust dazu hattest es auch wirklich auszuführen?

Wir alle haben sicherlich schon einmal einen solchen Moment in unserem körperlichen und mentalen Leben und wahrscheinlich auch in unserem geistlichen Leben gehabt! Gerne wollen wir uns aus Disziplin und körperlicher Betätigung zurückziehen. Ich glaube, wenn wir nicht der Versuchung nachgeben, etwas hinzuschmeißen oder aufzugeben wenn wir uns nicht danach fühlen etwas zu tun, macht es diese geistliche Übung deutlich kraftvoller.

Gerade in diesen Momenten, in denen wir eigentlich aufgeben möchten es aber dann trotzdem weiter tun,  wachsen wir am Meisten! 

Kürzlich habe ich gehört, dass wir 90% unserer täglichen Entscheidungen mit unserem Bewusstsein treffen. Die anderen 10% treffen wir aus dem Unbewussten heraus. Die Entscheidungen, die wir bewusst treffen, basieren meist darauf wie wir uns gerade fühlen, was wir in diesem Moment hören oder sehen. Andererseits basiert eine Entscheidung die wir unbewusst treffen darauf, was wir nicht fühlen, sehen oder hören. Diese Entscheidungen sind die kraftvollsten und auch die schwierigsten! Das erinnert mich an Hebräer 11:1 wo es heißt: „Was ist nun also der Glaube? Er ist das Vertrauen darauf, dass das, was wir hoffen, sich erfüllen wird, und die Überzeugung, dass das, was man nicht sieht, existiert.“ (Neues Leben Bibel)

Egal was Du auch fühlst, was Du siehst oder hörst, tu trotzdem was nötig ist um Deinen Glauben zu vergrößern! Wenn Du dich irgendwann einmal danach fühlst nicht in Gottes Wort zu lesen, ihn zu lobpreisen, zu beten oder in die Kirche zu gehen, tu es trotzdem!

3. Warte erwartungsvoll

Zum Schluss aber nicht zuletzt. Wenn Du die zwei oben beschriebenen Schritte gegangen bist warte mit einem friedvollen Geiste und sei erwartungsvoll für die Dinge die Gott in Dir, durch dich und um dich herum vollbringt. Es mag nicht so schnell passieren wie Du es Dir wünschst, aber es wird früher oder später eintreffen. 

Jakobus 5:7-8 sagt in der Gute Nachricht Bibel: „Liebe Brüder und Schwestern, haltet geduldig aus, bis der Herr kommt! Seht, wie der Bauer voller Geduld auf die kostbare Frucht der Erde wartet. Er weiß, dass sie zum Wachsen den Herbstregen und den Frühjahrsregen braucht.  Auch ihr müsst geduldig ausharren! Fasst Mut; denn der Tag, an dem der Herr kommt, ist nahe.

Ich möchte euch dazu ermutigen ein geistlicher „Bauer“ zu sein, jemand der das Wort Gottes in seinem eigenen Geiste sät. Treffe Deine Entscheidungen nicht nur basierend darauf was Du fühlst, siehst oder hörst wenn ein Sturm tobt. Bleib erwartungsvoll und warte bis das Wunder geschieht oder der Durchbruch kommt!

Die Hoffnung, die ich mit diesem Blogeintrag verfolge, ist es dich inspiriert zu haben im Glauben standhaft zu bleiben egal welchen Umständen oder Prüfungen Du gerade begegnest. Gott sieht jeden noch so kleinen Schritt, den Du auf der Glaubensreise mit ihm gehst.

Sei gesegnet

Nathanael


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