Kürzlich hatte ich ein paar wirklich ätzende Wochen. Ich war geistlich ausgelaugt, emotional schwach und körperlich fühlte ich mich ausgebrannt.

Ich konnte nicht wirklich erklären, was es war und es schien keine Lösung dafür zu geben. Es wurde sogar noch schlimmer, als einer meiner Freunde sehr krank wurde und ein anderer Freund ein großes Problem innerhalb seiner Familie zu bewältigen hatte. 

Regelmäßig erwachte ich morgens und habe nachgedacht – das ist alles ätzend! Oft habe ich mir gewünscht, dass der Tag schon zu Ende wäre bevor er überhaupt richtig begonnen hatte und ich so nicht aufstehen müsste.

Zeiten wie diese sind wirklich schwierig. Man fühlt sich hilflos und auch Ratschläge von Freunden scheinen keinerlei Hilfe zu sein.

In den letzten 29 Jahren habe ich viele Dinge erlebt und musste durch meine chronische Krankheit einiges ertragen. Aber ich kann mich nicht daran erinnern jemals solch eine geistliche Leere empfunden zu haben wie in den letzten Wochen. Ich wusste, dass da gerade ein geistlicher Kampf im Gange war. Während dieser Zeit hatte ich immer wieder ein Bild vor meinem inneren Auge. Der Teufel zog an meiner einen Seite und an der anderen Seite zog Gott während ich in der Mitte stand. Beide wollten mich auf ihre Seite ziehen.

Geistliche Kämpfe sind schwierig. Es gibt Zeiten, in denen man sich entmutigt fühlt und manchmal fragt man sich ob es überhaupt einen Grund dafür gibt.

Das ist ätzend! Warst Du jemals so sehr enttäuscht, dass Du es sagen musstest?

Das Leben kann manchmal ganz schön verrückt werden. Unerwartete Situationen und Herausforderungen werden uns an den Kopf geworfen und manchmal sogar gleich mehrere auf einmal.

Bei mir war ganz schön viel los in letzter Zeit und ich war mir bewusst, dass da gerade ein geistlicher Kampf im Gange war, während ich mich gleichzeitig hier auf der Erde abmühte. Es war schrecklich, aber ich war mir gleichzeitig bewusst, dass Gott an etwas Einzigartigem in mir und um mich herum arbeiten musste.

In diesem Blog möchte ich euch ermutigen und mit euch teilen, wie ich mit solchen Tagen, Wochen und sogar Monaten umgehe. Ich hoffe, es hat für euch großen Wert!

1. Es ist nicht deine Schuld

Es gibt die verschiedensten Gründe, warum es im Leben mal richtig ätzend sein kann. Manchmal ist es auf Grund eines Fehlers den wir selbst gemacht haben und manchmal geht es uns so, da etwas nicht so gelaufen ist wie wir es uns selbst gewünscht hätten.

Der Teufel versucht immer wieder uns zu entmutigen, indem er uns falsche Gedanken oder auch das Gefühl einpflanzt „Es ist alles deine Schuld“, „Du bist nicht genug“, „Du bist dumm“ oder sogar „Dieser Fehler kann dir niemals vergeben werden“.

In den letzten paar Wochen hatte ich oft den Gedanken „Es ist alles deine Schuld“ und „Warum mache ich alles falsch?“ Während die Zeit weiterlief stellte ich fest, dass ich diese Gedanken herausfiltern kann und mit Dingen ersetzen kann, die Gott über mich sagt und denkt!

Wenn dein Leben im Moment ätzend ist, möchte ich dich strengstens dazu ermutigen das Wort Gottes über dir und deinem Leben auszusprechen. Verbringe mehr Zeit mit Gott. Ich weiß, dass dies leichter gesagt ist als getan und oft hat man nicht unbedingt das Verlangen danach dies zu tun. Aber die einzige Möglichkeit den Kampf um den Verstand zu gewinnen, ist es Gottes Wort als Waffe zu benutzen.

Jetzt, nachdem ich mich etwas besser fühle und es scheint als wären die verrückten Wochen fast vorbei, wird mir bewusst, dass ich so sehr daran gewachsen bin, vor allem jedoch im geistlichen Bereich. Mehr als je zuvor kämpfe ich mit dem Wort Gottes direkt gegen negative oder falsche Gedanken an, die sich langsam in meine Gedanken einschleichen wollen. Es ist für mich zu einem regelmäßigen Ritual geworden und es ist fantastisch zu sehen, was passiert wenn man es einsetzt. Ich empfinde so viel mehr Frieden und die Dinge fühlen sich nicht mehr so schwer oder als Last an.

2. Gott ist für dich 

Dies mag eine offensichtliche Aussage sein. Du hast diese wahrscheinlich schon 1000 Mal gehört, wenn Du gläubig bist, Jesus nachfolgst und mit Gemeinde vertraut bist. Für mich war es jedenfalls so. Diese Aussage ist jedoch nach diesen verrückten Wochen für mich mehr und mehr wahr geworden. Ich habe wieder neu realisiert, dass „Gott ist für mich“ nicht nur eine dahin geworfene Aussage oder ein Motto ist. Es ist die Wahrheit, an der wir festhalten können und die uns in jeder Situation Hoffnung schenkt.

Eine der aufmunterndsten Bibelstellen für mich steht  im Moment in Jeremia 29:11: „Denn ich kenne ja die Gedanken, die ich über euch denke, spricht der HERR, Gedanken des Friedens und nicht zum Unheil, um euch Zukunft und Hoffnung zu gewähren.“ (Elberfelder)

Egal Durch welche Umstände Du gerade hinDurchgehst, welchen Druck Du gegenwärtig erleidest oder wie sehr dir das Leben gerade stinkt, es wird da immer einen Gott geben der die beste Zukunft für dich bereithält.

Gib nicht auf. Bleib da wo Du bist. Vertraue in Gottes Wort. Halte erwartungsvoll Ausschau nach dem Durchbruch, der bald kommen wird! Denk daran, es ist nur vorübergehend und nicht unendlich! ☺ 

Ich hoffe, diese Worte waren hilfreich für dich und Du fühlst dich besser ausgerüstet weiteren Herausforderungen zu begegnen. Du kannst es schaffen. Du bist wundervoll. Und Du bist Gottes Liebling!

Sei gesegnet

Nathanael


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