Hast Du jemals eine solche Anspannung erlebt, dass Du das Gefühl hattest, es nicht mehr aushalten zu können?

Ich denke, wir haben alle Momente der Anspannung im Leben. Vielleicht körperlich  __ wenn Du z.B. eine Übung im Fitnessstudio schwerer machst als zuvor oder wenn Du eine neue Übung machst. Oder emotional, wenn Du von jemandem oder etwas verletzt wurdest. Oder geistlich, wenn Du durch Nöte oder irgendeine Art von Verfolgung getestet wirst.

Vor ein paar Monaten war ich einmal am Flughafen in Zürich und kam nach drei Wochen nach Hause. Ich habe erkannt, dass seit meiner Rückkehr in die Schweiz im April 2017 in meinem Leben eine große Anspannung herrscht. Seit ich hier bin, habe ich stark gespürt, dass der Ort, an dem ich jetzt bin, nicht wirklich der ist, an dem ich eigentlich sein sollte.

Ich glaube nicht, dass dieser Ort für immer gedacht ist, und ich habe sogar das Gefühl der Dringlichkeit weiterzuziehen. Ich bin mir jedoch sicher, dass es eine Zeit ist, in der die Anspannung notwendig ist. Eine Anspannung, mit der ich mich beschäftigen muss, um mich auf den nächsten Lebensabschnitt vorzubereiten – der viel größer sein wird.

Das Leben kann voll sein mit Anspannungen zwischen dem, was wir wollen und dem, was wir wirklich brauchen.

In Markus 2, 1-12 lesen wir eine Geschichte, die mehrere Personengruppen umfasst.

Jesus versammelte sie in einem Haus. Es gab so viele Leute, dass nicht genug Platz für alle war. Einer der Männer wollte an diesem Tag geheilt werden, allerdings schaffte er es nicht ins Haus zu gelangen, da dieses so voll war. Seine besten Freunde beschlossen, den Weg Durch das Dach zu nehmen, um ihn zu Jesus zu bringen, damit er geheilt werden konnte.

In der Geschichte gibt es 6 verschiedene Einzelpersonen und Gruppen: den Besitzer des Hauses, die Gäste, die Schriftgelehrten (die gegen Jesus waren), der gelähmte Mann, seine vier Freunde und Jesus. 

Da hier gerade so etwas Ungewöhnliches passiert, standen sicherlich alle Beteiligten unter enormer Anspannung.

Ich kann mir vorstellen, dass der Hausbesitzer angespannt war, weil er nicht wusste, wie viel die Dachreparaturen kosten würden. Vielleicht sind die Gäste angespannt gewesen, weil sie nicht wussten, was als nächstes passieren würde. Die Schriftgelehrten könnten angespannt gewesen sein, weil sie beweisen wollten, dass Jesus nicht heilen kann. Der Gelähmte war vielleicht angespannt, weil er nicht wusste, ob der Plan, geheilt zu werden, funktionieren würde. Vielleicht waren die vier Freunde angespannt, weil sie sich für den Schaden schämten, den sie dem Haus angetan haben. Und der Einzige, der sich nicht angespannt fühlte, war Jesus. Weil er zu 100% sicher war, dass der Mann geheilt werden würde und seine Sünden vergeben werden konnten.1

Ich sehe diese Geschichte gerne aus dieser Perspektive: Sie kann uns zeigen, dass große Dinge passieren können, wenn viel Anspannung vorherrscht. Die Geschichte endet

wie folgt.

Aber ich will euch beweisen, dass der Menschensohn die Vollmacht hat, hier auf der Erde Sünden zu vergeben.« Und er forderte den Gelähmten auf: »Steh auf, nimm Deine Trage und geh nach Hause!« “Markus 2,10-11 (HFA)

Ich weiß nicht, ob Du im Moment unter Anspannung stehst. Aber ich glaube, dass jede Anspannung zu etwas Größerem führen kann. Etwas so Großes, dass nicht nur Du erstaunt bist, sondern auch die Menschen um Dich herum!

Ich glaube, wenn wir das Gefühl haben, dass das Leben „Durch das Dach geht“, wenn wir das Chaos in und um uns herum sehen, wenn wir die Anspannung spüren und das Gefühl haben als ob die Dinge keinen Sinn ergeben, kann Gott alles umdrehen und etwas Schönes daraus machen!

Sei geduldig. Gib nicht auf. Kämpfe mit dem, was Du noch in Dir hast, und sehe, wie Gott es zu etwas Besserem macht. Besser als Du Dir jemals vorstellen könntest.

Ich hoffe, dieser Blog hat Dir einen Einblick und Ermutigung gegeben können. Der momentane Zustand ist nicht das Ende und die besten Tage liegen noch vor Dir – mit viel oder wenig Spannung.

Sei gesegnet

Nathanael


#throughtheroof

#itsallaboutHim

#livelifetothefullest

1. Insight taken from: “Blueletterbible“,  “Mark 2:12“, “Tools“, “Text Commentaries“, “David Guzik“, “Study Guide for Mark 2“, “Mark 2:8-12“https://www.blueletterbible.org/Comm/guzik_david/StudyGuide2017-Mar/Mar-2.cfm?a=959012