Hast Du Dir schon einmal die Frage gestellt: Was ist das Beste für mich? Es ist wirklich eine mutige Frage. Ich glaube auch, dass es eine sehr wichtige Frage ist, die gestellt werden muss, da sie bestimmt, was wir mit dem schaffen, was uns gegeben wurde und wohin unser Leben uns führt.

Je älter ich werde, desto öfter stelle ich mir diese Frage. Es gibt einige Gründe, warum ich das tue .

Erstens habe ich erkannt, dass das, was ich für mich als das Beste erachte, oft nicht so gut ist, wie ich denke. Ich habe gelernt, dass die Schmerzen, Hindernisse und schwierigen Umstände, die ich durchmachen musste, als Training gedient haben, um das Beste zu erreichen. Obwohl das Training damals unbrauchbar schien, wurde mir später klar, dass es einen großen Nutzen hatte!

Desweiteren  glaube ich, dass viele der Entscheidungen, die wir treffen, von denen wir glauben, dass sie uns zum Besten dienen, tatsächlich nicht die besten Entscheidungen sind, die wir treffen könnten. Wir treffen oft Entscheidungen basierend auf dem, was wir jetzt sehen, fühlen und hören. Aber im Leben gibt es mehr als nur das Hier und Jetzt!

Ich bin kürzlich auf einen Bibelvers gestoßen, der mir wieder einmal gezeigt hat, dass Gott seinen Plan, mir das Beste zu geben, oft so anders sieht als ich es gerade sehe.

Bevor ich zum Vers selber komme, möchte ich Dir die Geschichte erzählen, in der er erscheint. Die Geschichte befindet sich in 2. Samuel 10.

David, der König von Israel, hörte, dass der König der Ammoniter gestorben  und sein Sohn Hanun nun König ist. David schickte einige seiner Männer, um Hanun nach dem Tod seines Vaters Freundlichkeit zu zeigen. Anstatt dies zu akzeptieren, erniedrigte Hanun die Männer von David, indem sie ihre Bärte abschnitt, Löcher in ihre Kleider riss und sie als Spione bezeichnete. David sagte seinen Männern, sie sollten in Jericho bleiben, bis ihre Bärte wieder nachgewachsen seien.

Die Ammonitererkannten, wie wütend David war und wurden so ängstlich, dass sie eine große Armee mit Männern aus anderen Ländern zusammenstellten. Sie zogen Soldaten aus Aramea, Beth Rehob, Zobah, Maakah und Tobo ein. Sie bildeten Schlachtlinien und bereiteten sich darauf vor zu kämpfen.

Als Antwort sandte David seine Armee unter dem Kommando eines Mannes Joab aus. Joab musste seine Armee in zwei Teile teilen, weil der Feind sowohl hinter als auch vor ihnen war. Bevor sie loszogen, gab er ihnen Anweisungen.

Joabs Anweisung an seine Führer ist der Vers, der mir geholfen hat, das größere Bild zu sehen.

Er sagt: „Sei mutig und entschlossen! Wir wollen für unser Volk kämpfen und für die Städte, die Gott uns gegeben hat. Der HERR aber möge tun, was er für richtig hält. “

(HFA – 2. Samuel 10,12).

Ich glaube, dass das Beste für Dich und mich hauptsächlich in den Kämpfen, Schmerzen und schwierigen Situationen unseres Lebens zu finden ist!

Obwohl David Freundlichkeit gegenüber dem neuen König zeigte, abgelehnt wurde und dann einen Kampf führen musste, war er danach stärker und erfolgreicher.

Wie können wir Entscheidungen treffen, die uns wirklich zu dem Besten führt, das Gott für uns hat? Durch diese Geschichte von David habe ich zwei praktische Schritte gefunden, die wir tun können:

1. Lass nicht zu, dass die Bitterkeit sich einschleicht.

Nachdem David von der Behandlung seiner Männer erfahren hatte, hätte er leicht bitter werden können. Er hätte sagen können, dass er nie wieder jemandem etwas Gutes tun würde. Er hätte sich auch leicht zurückziehen können und und sich und sein Volk von seinem Gegner überwältigen lassen. Stattdessen setzte er sich für die Werte und die Menschen ein, an die er glaubte!

So oft sind wir versucht, uns zurückzuziehen, wenn etwas nicht direkt beim ersten Mal so läuft, wie wir es wollen. Wenn wir uns zurückziehen, folgt oft die Bitterkeit, die dann auch bald unser Leben bestimmen kann.

Ich möchte Dich aber gerne ermutigen. Werde nicht bitter, wenn etwas beim ersten Mal nicht so läuft, wie Du es gerne möchtest. Manchmal musst Du etwas zwei, zehn oder 100 Mal versuchen, bevor Du Erfolg hast. John Maxwell fasst es so zusammen: “Manchmal gewinnt man und manchmal lernt man”.1

Immer wieder und wieder aufzustehen führt zum Besten, das Gott für Dich bereithält!

Gibt es einen Bereich in Deinem Leben,der von  Bitterkeit bestimmt wird  und Dich davon abhält, das Beste für Dich zu bekommen?

2. Lebe dein Leben nach dem, was unbequem ist und nicht was komfortabel ist!

Ich glaube, dass Bequemlichkeit eine der größten Bremsen ist wenn es dazu kommt das Beste das Gott für uns bereithält zu erhalten! Bequemlichkeit bringt  für einen Moment Befriedigung, langfristig jedoch nicht. Sie kann uns Ruhe, Entspannung und Besinnung geben, die alle großartig sind. Aber wenn wir an diesem Ort der Bequemlichkeit bleiben, wird es keine Herausforderung und auch kein  Wachstum geben. Eine Herausforderung ist notwendig, um von innen heraus verändert zu werden. Wir brauchen diese Art von Veränderung, um das Beste zu erreichen, das Gott für uns hat.

Konsequente Entscheidungen zu treffen, die jetzt unangenehm erscheinen, hilft Dir, langfristig davon zu profitieren.

David musste eine unbequeme Entscheidung treffen, um den Feind zu bekämpfen, und ich bin sicher, dass er es nicht wollte, wenn er es nicht musste. Seine Entscheidung, dies zu tun, bedeutete jedoch, dass er und Israel dadurch immer stärker wurden. Die heutige Entscheidungsfindung ist die Grundlage für das Leben, das Du morgen lebst.

Welche Entscheidungen musst Du treffen oder ändern, um das Beste zu erhalten, das Gott für Dich hat?

Ich hoffe, dass dieser Blog Dich dazu inspiriert und befähigt hat, für Dich selbst das Beste zu sehen, das Gott für Dich hat. Gib niemals auf, für das Beste zu kämpfen! Es wird nicht einfach sein, aber es lohnt sich.

Kontaktiere mich hier, wenn Du weitere Hilfe oder Informationen zu diesem Thema wünschst. Ich würde Dich gerne weiter in diesem Bereich coachen.

Sei gesegnet.

Nathanael


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Reference:

1. John C. Maxwell Book, Sometimes you win sometimes you learn, Published 2013