Vor ein paar Wochen habe ich an der John Maxwell International Leadership Konferenz in Orlando, Florida teilgenommen. Diese Konferenz findet zwei Mal im Jahr statt und ca. 3000 Menschen aus ungefähr 150 Nationen nehmen daran teil.

Dort hingehen zu können war eines meiner Highlights in diesem Jahr. Ich liebes es, mich dort aufzuhalten, wo es Menschen gibt, die genau so denken wie ich und gegenseitig ihre Visionen teilen und ein Netzwerk aufbauen, das durch Unterschiedlichkeit, verschiedensten Kulturen und unterschiedlichen Alters geprägt ist.

Ich habe mich darum beworben, in diesem Jahr auf der Bühne reden zu dürfen. Es ist ein sehr langer Bewerbungsprozess um evtl. eine dreiminütige Rede vor 3000 Teilnehmern halten zu dürfen. Es war schwer und die Erwartung an mich war sehr hoch. Man hat sogar gesagt, dass dieses Jahr die Erwartungen die Höchsten bis jetzt gewesen seien! Ich habe ungefähr 40 Stunden meiner Zeit in die Vorbereitung hineinstecken müssen. Aber nach all der Anstrengung habe ich es geschafft ins Finale zu kommen und konnte meine Rede vor all den Menschen halten!

Ich habe den ganzen Prozess wahnsinnig geliebt! Zum einen war es total beängstigend diesen Schritt zu gehen zum anderen hätte ich niemals geglaubt, so weit zu kommen – vor allem nicht als Redner in der Öffentlichkeit!

Dadurch, dass ich mit einer chronischen Krankheit lebe, bin ich mit einem sehr geringen Selbstwertgefühl aufgewachsen. Ich sah mich irgendwie als weniger wert als andere Menschen an. Außerdem hörte ich, was andere Menschen über mich sagten, ob sie sich dessen bewusst waren oder nicht. Aber dies half nicht gerade dabei, ein gesundes Selbstbild zu entwickeln.  Manchmal meinten sie es gar nicht böse, sie haben es immer nur aus ihrer eigenen Perspektive betrachtet.

Es fiel mir Jahre lang schwer, Fragen wie die folgenden zu beantworten: „Werde ich jemals in meinem Leben etwas erreichen?“, „Werde ich jemals jemand sein?“ Oder „Wird es Menschen geben, die ihr Leben mit mir teilen wollen?“ Die letzte Frage war vor allem von der freundschaftlichen Seite her gesehen.

In den letzte 20 Jahren habe ich lernen müssen, dass meine chronische Krankheit nicht bestimmt, wer ich bin. Ich sollte meine Identität darin finden, was Gott über mich sagt und nicht was andere über mich denken oder sagen. Und ich muss einen Charakter entwickeln, der dafür einsteht, was ich über mich selbst denke auch wenn es noch so unmöglich erscheint!

Ich habe keinen Zweifel daran, dass in jedem von uns ein unendliches Potential liegt – egal woher wir kommen, welchen Hintergrund wir haben, mit was wir uns gerade auseinandersetzen müssen oder welche verrückten Fehler wir jemals begangen haben.

In diesem Blog möchte ich gern zwei Punkte mit Dir teilen, die Dir dabei helfen sollen das Gute in Dir zu sehen!

1. Erkenne, dass DU mit einer Bestimmung geboren wurdest.

Ich mag den Bibelvers, den wir in Jeremia 1:5 finden. Hier heißt es: „»Ich habe dich schon gekannt, ehe ich dich im Mutterleib bildete, und ehe du geboren wurdest, habe ich dich erwählt, um mir allein zu dienen. Du sollst ein Prophet sein, der den Völkern meine Botschaften verkündet.«“ (HFA)

Ist es nicht Wahnsinn zu sehen, dass Gott schon bevor wir überhaupt geboren werden für uns einen Plan und eine Bestimmung bereithält. Wie auch immer, das bedeutet nicht, dass diese automatisch geschehen. Schon als Kind und über die Jahre erkennen wir schnell, dass die Dinge nicht immer laufen wie wir sie uns wünschen würden. Wenn wir erwachsen werden, wird uns mehr und mehr bewusst, dass das Leben auch komplizierter und manches mal um einiges härter werden kann. Das ist der natürliche Weg des Lebens. Aber ich glaube, je mehr wir herausfinden, wer wir in Jesus Christus sind und welche Bestimmung wir haben, wird unserer Leben fröhlicher, ausgefüllter und übernatürlicher.

Meine Rede auf der Konferenz von der ich sprach, war ein übernatürlicher Moment mit einem natürlichen Schritt. Ich habe niemals gedacht, dass jemand wie ich, der Probleme hatte überhaupt Sprechen zu lernen und der mit seinem Selbstwert zu kämpfen hat, jemals auf einer Leiterschaftskonferenz vor 3000 Leuten reden würde!

2. Erkenne das Gute in DIR an

In Philemon 6 heißt es: „Ich bete, dass unser gemeinsamer Glaube in dir weiter wächst und du immer mehr erkennst, wie reich uns Jesus Christus beschenkt hat.“ (HFA)

Ein Jesus-Nachfolger zu sein ist ein Prozess immer mehr wie er zu werden und die Person zu werden, die ER möchte, dass wir sind.

Aber wie tun wir das? Wir gehen voran im Glauben, was bedeutet, dass wir unseren Blick von dem Weg nehmen müssen, was wir gerade sehen, fühlen oder hören und auf das richten, was wir jetzt noch nicht sehen, hören und fühlen können.

Ich habe festgestellt, der effektivste Weg das zu tun, ist,  laut zu proklamieren alles Gute nach den zwei kraftvollsten Wörtern, die ich über mich selbst sagen kann – ICH BIN…!

Unser Gehirn ist in der Hinsicht manchmal merkwürdig, denn die erste Reaktion, die wir haben, ist oft erst einmal negativ. Zum Beispiel: „Ich bin nicht gut in dieser Sacht!“ Aber wenn wir das Gute in uns anerkennen, welches wir durch Jesus Christus schon in uns tragen, dann können wir auch dies verändern: „Ich bin … gut in jenem“ oder „Ich bin … gut genug“.

Mir persönlich hat dies geholfen und hilft mir auch heute noch meine Einschränkungen, Momente des Selbstzweifels und der Unsicherheit zu überwinden. Mich anzunehmen und gut über mich selbst zu sprechen, ist eine Gewohnheit, die man sich antrainieren kann. Je mehr Du das tust, um so mehr wirst Du das Ergebnis erkennen und sehen wie großartig und gut Du tatsächlich bist. Weißt Du, Du bist schon gut, aber durch diese keine mentale Übung wirst Du selbst dies auch erkennen können!

Ich hoffe, ich konnte Dich mit diesem Blog ein wenig inspirieren und Dir die Kraft geben Deine Güte, Großartigkeit und das Bild Gottes von Dir zu sehen. Gib niemals auf, Dich selbst so zu sehen, wie Gott Dich gemacht hat!

Bitte fühl Dich frei, mich zu kontaktieren wenn ich Dir mit diesem Thema weiterhelfen kann und Du noch ein paar praktische Schritte aufgezeigt bekommen möchtest.

Sei gesegnet

Nathanael


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